Jahresabschluss

"Abschluss". Als würde irgendwas enden.

Ein Teil von mir verzieht spöttisch die Lippen und lacht über die Vorstellung, dass unsere kulturell etablierten Schnitten und Grenzen im großen Schema aller Dinge in irgendeiner Weise von Bedeutung sind. Die Welt macht an Silvester keinen Ruck und sie dreht sich zwischen den Jahren auch nicht langsamer. Viele meiner Ziele bleiben im nächsten Jahr dieselben: Mach deinen Abschluss, bau dir eine wirtschaftliche Existenz auf, mach mehr Sport und lern mal mehr als drei Lieder auf der Ukulele.

Aber ohne einen gewissen deutschen Dichter beschwören zu wollen, haben Enden und Anfänge etwas Magisches und Ominöses an sich. Vielleicht liegt das daran, dass wir in Geschichten denken und jedes Jahr einen eigenen Spannungsbogen hat. Zumindest in unseren Köpfen. Die Rezeptionsästhetik unserer Existenz bleibt doch die einer Narration.

Und ist nicht ein Jahr ein gutes Kapitel? Einige Sachen gehen zu Ende, doch einige Konflikte bleiben offen, locken ins neue Jahr und wenn man es richtig macht, ist Silvester der optimale Cliffhanger, denn der Schnitt passiert mitten in der Party.

Das ist mein letzter Blogpost für dieses Jahr. Und ich will das Ende offen lassen. Mich mit einem Zwinkern verabschieden. Die nächsten Tagen haben ihre eigenen Monster und Helden, aber nur ein schlechter Autor verrät alles.

Denkt euch den Rest einfach selbst.

Danke fürs Lesen und bis nächstes Jahr. <3

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