Nominiert!

Waaah, das sehe ich jetzt erst! Der Animismusartikel war jetzt so lange offen, dass ich den Rest von meinem Blog ganz vergessen habe! Die Julia hat mich für den Liebsten Blog Award nominiert!

Award!

Das ist so ein Vernetzungs-Ding und daher für mich neu und aufregend. :3 Das hat folgende Regeln:

  1. Freue dich! (Whoohoo!)
  2. Schreibe einen Blogartikel mit dem Award-Bild, in dem du die Fragen beantwortest.
  3. Denke dir selbst 10 Fragen aus, die du dann
  4. 10 weiteren Bloggern stellst
  5. Sag denen, dass sie nominiert sind, sonst bekommen sie es eventuell nicht mit.

Und so antworte ich denn auf Julias Fragen! (Ein bisschen wie eine kleine Version von Ask.fm, das ein Teil von mir ganz großartig und ein anderer ganz schrecklich findet.)

1. wieso meinst du, lesen leute deinen blog?

Ganz ehrlich: ich glaube die meisten Leute, die hier lesen, kennen mich persönlich oder von Twitter (oder beides) und folgen aus Gefälligkeit den Links, die ich in die Winde streue. Ich schreibe viel über das, was ich da auch diskutiere und vielleicht interessiert es dann den einen oder anderen, was ich in einem langen Text zum Thema beitragen kann.

Ansonsten hoffe ich, dass ich hier einigermaßen unterhaltsam Themen Rund ums Schreiben, um Medien und Kultur behandele.

2. wieviel zeit in deinem life-work-balance-leben widmest du dem blog?

Das variiert stark. Ich identifiziere mich nicht mit der Bloggerszene, daher sehe ich meinen Blog auch einfach als meine persönliche kleine Seifenkiste, die ich als Plattform nutzen kann, wenn mir gerade was einfällt. Wenn man einen Blog als eigenständiges ernstzunehmendes  und thematisch fokussiertes Projekt sieht, muss man dafür viel organisierter und disziplinierter sein, als ich es bin. Manchmal, wenn ich viel Zeit und Muse habe, schreibe ich mehrmals in der Woche, wenn ich anderweitig beschäftigt bin wie zuletzt mit meiner Masterprüfung, schweigt der Blog eben ein paar Wochen oder Monate, bis ich wieder Kapazitäten frei habe.

3. welche blogs liest du am liebsten und warum?

Haha, ich muss zugeben, ich bin eine schreckliche Leserin, wenn es darum geht, dabei zu bleiben, daher lese ich andere Blogs und unregelmäßig und meistens dann, wenn ich durch Zufall (aka Twitter) daran erinnert werde.
Abgesehen davon lese ich gerne Juna im Netz, weil sie eine sehr reflektierte und fundierte Sicht auf die Dinge hat. Ich bin sehr gespannt, wie sich Julias Ethnosphäre-Blog entwickelt, weil er mich thematisch brennend interessiert. Ich brüte auch falkenäugig über neins;gate, weil ich selbst einen soft spot für japanischen Zeichentrick und Kulturanalyse habe, vor allem, wenn das Ganze nicht so bierernst und trotzdem fundiert betrieben wird.
Ansonsten betreibe ich viel Link-Hopping und lese alles und die Quellen, wenn mich gerade etwas interessiert.

4. wir leben in einer welt, in der zeit offensichtlich mangelware ist. wofür hast du zuwenig zeit? willst du dies ändern und dir mehr zeit nehmen?

[Schwerer Seufzer] Zum Schreiben und zum Malen. Ich war in meiner Jugend ein einziger Quell der Kreativität, aber die Uni und die Zukunftsängste haben mir viel davon ausgetrieben. Die wenigsten Leute, die mich heutzutage kennenlernen, wissen, dass ich nicht unbedingt gut aber doch gerne male. Das Schreiben kriege ich leichter in den Alltag integriert, aber einfach nicht genug, dafür, dass das die eine Tätigkeit ist, die mich wirklich voll und ganz erfüllt.
Zum Schreiben nehme ich mir schon viel Zeit heraus, häufig mehr, als ich eigentlich dürfte. Ich hoffe, das irgendwie besser austarieren zu können. Fürs Malen möchte ich mir auch gerne mal wieder Zeit nehmen, aber vermutlich wird das in den nächsten Jahren eher weniger was, weil ich schon so lange aus der Übung bin.

5. wann warst du das letze mal, ganz bewusst im HIER und JETZT? wie fühlte es sich an? freue mich über detaillierte beschreibungen  

Ich bin ein so verkopfter Mensch, ich weiß nicht, ob ich jemals ganz bewusst im Hier und Jetzt war. :D Irgendwo zwischen Wahrnehmung und Bewusstsein habe ich einen Filter aus Wörtern, der jede Szene, jeden Moment, wenn er in irgendeiner Weise interessant ist, sofort mit Geschichten und hübschen Formulierungen überlagert. Daher enden die meisten Momente, die sich in meine Sinne eingraben mit dem Satz "Ich glaube, ich schreibe ein Buch". 
Diese Momente habe ich allerdings meistens wenn ich relativ allein und ungestört bin oder wenn gerade keiner versucht, mit mir zu sprechen (ehrlich, wenn ich anfange, verträumt in die Gegend zu starren, lasst mich einfach) und wenn ich dann noch irgendwo im Wald oder am Meer bin. Mein Hirn schweigt nur selten und es braucht meistens einen schönen Ausblick, um es sprachlos zu machen.

6. die ströme an schreckensmeldungen reißen in letzter zeit ja nicht ab: kriege, umweltkatastrophen, das ende der wohlstandsgesellschaft und andere untergangsszenarien machen immer wieder mal die runde. wie gut bist du auf die apokalypse vorbereitet?

Ich bin mit einem Pfadfinder liiert, reicht das? :D
Ich habe zwei linke Hände und auch ansonsten das motorische Geschick einer betrunkenen Schildkröte, daher wäre meine einzige Hoffnung wohl, mich an andere Leute zu halten. Als Kind vom Land bin ich mit Grundlagen des Gartenbaus vertraut, ansonsten müsste ich mich wohl mit der Zucht und dem Verkauf von Chilischoten verdingen.

7. was würde dir am meisten fehlen? worauf könntest du locker verzichten?

Am meisten Fehlen würde mir die Verbundenheit zu tausenden von Menschen über das Internet. Ich liebe Geschichten und ich liebe Wissen (also Lernen), daher war das Internet für mich schon immer wie der große Süßigkeitenladen der menschlichen Geister. Warmes, fließendes Wasser, Strom und Heizung sind natürlich auch nicht zu verachten.
Am wenigsten würden mir die Aussage "ABER OHNE FLEISCH WERDE ICH NICHT SATT" fehlen.

8. die diy-kultur hat in letzen jahrzehnten enorm zugenommen. hast du in deinem leben schon mal etwas up-cycelt? was war es vorher und was danach?

Vor allem Schmuck wird bei mir häufig auseinandergenommen und neu zusammengesetzt, wenn ein Riemen reißt oder ein Stein aus der Fassung fällt. Ich trage grundsätzlich die Klamotten meiner älteren (und inzwischen auch von meiner jüngeren -__-) Schwester auf, bis sie auseinanderfallen und meine Chili-Pflanzen stehen fast alle in mit Abflusslöchern versehenen Krautsalat-Packungen. Wenn ich nähen könnte, würde ich deutlich mehr Klamotten neu zusammensetzen, aber ich verweise auf Punkt 6.

9. welches buch hast du mehr als einmal gelesen und warum?

Abgesehen von Fachliteratur (um sie überhaupt erst zu verstehen)? In meiner Jugend hab ich so gut wie alle Bücher mehrmals gelesen, weil … Bücher. Inzwischen fehlt mir dazu die Zeit.

10. jahwe, allah, brahman, gaia oder das spaghetti-monster. woran glaubst du?

[x] None of the above

Ich bin zwar nicht spiritualitätsresistent, aber ich versuche auch nicht, den Merkwürdigkeiten und Verbundenheiten, über die ich stolper, ein Gesicht und einen Namen zu verpassen. Schreckliche menschliche Angewohnheit, alles mit Regeln zu versehen. 

So, das war es von mir!

Jetzt müsste ich jemanden nominieren, richtig? Richtig. Wie oben allerdings schon herausgestellt, bin ich keine große anhaltende Leserin, vor allem stöbere ich erst seit Kurzem wieder in Blogs, daher werden es keine zehn. Und weil alle, die ich gerne lese, schon mal nominiert waren, werde ich genau eine Frage stellen an diese Menschen, die ich sehr gerne lese und verfolge, die da wären:

Julia
Juna
Anna
Lisa
Aura & Ana

Und die Frage, die ich von jedem von euch gerne beantwortet hätte (auf welchem Kanal auch immer) ist:

Wenn Zeit, Geld und andere Ressourcen keine Rolle spielen würde, wie sähe das Blogprojekt eurer Träume aus?

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Kommentare

Ich freu mich!

Da ich ja aus Geheimhaltungsgründen meinem Blog gelöscht habe, ist die Frage nach einem Traumblogprojekt leicht zu beantworten: Ein Blog, in dem ich einfach frei von der Leber weg schreiben kann, ohne Angst zu haben, dass das jemand im „echten Leben“ falsch auffasst. Versteht mich nicht falsch, ich würde keine Verfassungswidrigen, beleidigenden oder sonstige Inhalte verbreiten, aber ich habe schon negativ Beispiele von Menschen meiner zukünftigen Zunft gehört, die „erkannt“ wurden und dementsprechend nicht mehr frei bloggen können. Vermutlich reagiere ich da über oder gebe ansonsten zu viel von mir Preis. Vielleicht bessert sich das ja noch, wenn ich älter und lebenserfahrener bin. :)

Mein Traumprojekt wäre also wirklich ein offenes Tagebuch, in dem ich ausschweifend über alles schöne, schlechte, witzige und traurige berichten kann, welches mir alltäglich passiert oder passiert ist. Ich bin nämlich ein ausgesprochener Tollpatsch und unterhalte mit meinen tragikomischen Geschichten auch immer wieder gerne und erfolgreich Menschen im Real Life.

Außer meinen kleinen Alltäglichkeiten würde ich wirklich gerne Kommentare und Überlegungen zu aktuellen Themen schreiben. Beispiele kann alles sein, was mir so in die Timeline gespült werden. Feminismus, Bildung, Religion, Bücher, Musik, Filme, Spiele, über all das könnte ich schreiben und noch viel mehr.

Außerdem würde ich auch mich gerne präsentieren, ein paar Bilder einstellen, über meine Umgebung, meinen Wohnort, meine ganze kleine Gedankensprungwelt eben berichten, ohne ständig zu denken: Kann man mir das negativ auslegen?

Man kann jetzt natürlich denken: Was soll daran problematisch sein?
Wie gesagt, ich bestreite nicht, dass ich wohl etwas überparanoid bin und es vermutlich keinen interessiert, was ich kleines Mädchen da vor mich hin denke und von mir gebe. Aber ständige Nachrichten wie Twitter, Facebook, jegliches Social Media Verbot für Lehrer, fehlender Datenschutz, super strenge Regeln usw. haben mich derart verunsichert, dass ich mich im Moment einfach nicht traue.
Vielleicht spamme ich ja demnächst einfach alle mit Mails zu oder erstelle einen anonymen Blog. Aber wie eine Antwort auf Twitter sagte: Blog und Anonymität schließen sich gegenseitig aus.

Das wolltest du vermutlich alles gar nicht hören. :D Aber immerhin habe ich beschreiben, was ich alles bloggen würde, wenn ich könnte. Und das war ja auch die Frage!

PS: Ich habe mich übrigens sehr sehr gefreut, von dir in dieser tollen Gruppe mit nominiert zu sein und daher auch gleich losgeschrieben.
Vielen vielen Dank!

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