Weblog von Alena Dausacker

Hausarbeit: Digitale Séancen

Mit dem Spiritismus und der Praxis des Hackens treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können: mystische Esoterik auf der einen, aufgeklärte souveräne Techniknutzung auf der anderen Seite. Doch die beiden Figuren des Spiritisten und des Hackers weisen eine erstaunliche Schnittmenge auf, wenn es darum geht, wie sie in der Wahrnehmung der Gesellschaft konstruiert werden.

In medias res

Ihr kennt das, oder? Den Rat, mitten im Geschehen einzusetzen. Weil das so super spannend ist und so. Aber mitten in den Dingen zu stecken, das ist nicht unbedingt spannend. Denn Mitten, das sind klobige Biester, die die glorreiche Einführung aller Charaktere und das furiose Finale miteinander zufriedenstellend verbinden müssen. Als Konsequenz muss die Mitte irgendwie spannend sein, aber nicht so spannend, dass der Spannungsbogen des Schluss' darunter leidet, aber sie darf auch nicht nach bloßer Überleitung und Lückenfüllern klingen. Dank Entscheidungsroman habe ich ein paar neue Gedanken dazu entwickelt.

Unbequemer Aktivismus

An der RUB haben wir in letzter Zeit ein kleines Problem mit einem sehr unbequemen Teil der Antifa, die Vorlesungen gestürmt, den Campus mit persönlichen Daten eines bekannten Neo-Nazis gepflastert und Propaganda über die Uni-Mailadressen verschickt haben. Ich bin in einem Zwiespalt. Wenn ich meine politischen Ansichten auf dem Spektrum ausbreite, drängen sie sich vornehmend links.

Writer-Publisher?

Buch und Stift

Singer-Songwriter. Meh. Wisst ihr, es gibt Wörter, die Dinge ganz zufriedenstellend zusammenfassen. "Musiker" zum Beispiel. Ist es wirklich nötig, beide Rollen zu nennen? Man nennt Selbstverleger ja auch nicht Writer-Publisher. Obwohl die beiden Teilgebiete es eventuell eher verdient hätten, separat genannt zu werden. Denn der Vortrag, das Singen, ist für Autoren schwierig.

"Gut"

Ich hatte gestern vollkommen überraschend und unbeabsichtigt eine kleine Kontroverse mit Lotso, die ich irgendwann abgewürgt habe, die mich aber ein bisschen zum Nachdenken über die wahrgenommene Qualität von Medien angeregt hat. Ganz unabhängig vom persönlichen Geschmack, den man nicht wirklich hinterfragen und als Kriterium heranziehen kann: Wann nimmt man ein Buch/Film/Videospiel, kurz eine Geschichte als "gut" wahr? Zur Illustration meiner Gedanken werde ich bewusst drei Texte nehmen, die ich nicht "gut" finde: Effie Briest, Avatar -- Aufbruch nach Pandora und The Witcher 2.

Essen und Sex

Ich hasse es, dass es diese Verbindung überhaupt gibt. Ich hasse, hasse, hasse es, dass Sex und insbesondere -- machen wir uns nichts vor -- Frauen zu Objekten von Konsum herunterstilisiert werden und ich hasse es genauso, dass Essen, dieser rudimentären lebenserhaltenden Tätigkeit, etwas Anrüchiges angedichtet wird.

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Geert Lovink - Das nihilistische Moment im Bloggen

Blogs bringen Verfall. Jedes neue Blog soll seinen Teil zum Untergang des Mediensystems beitragen, das einst das 20. Jahrhundert dominierte. Diese Entwicklung hat nichts von einer plötzlichen Explosion. Die Erosion der Massenmedien kann nicht einfach an stagnierenden Verkaufszahlen und einer schwindenden Leserschaft abgelesen werden. In vielen Weltregionen ist das Fernsehen weiterhin auf dem Vormarsch. Was jedoch deutlich abnimmt, ist der 'Glaube an die Botschaft'.

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