Die Tribute von Panem - Zwischenbetrachtung Band 2

Im zweiten Band wird Katniss für ihren Akt der Rebellion, den sie in dem Moment nicht als solchen wahrgenommen hat, vom Oberpatriarchen, nämlich President Snow, gegeißelt. Und wie geißelt man diese Weibsbilder, diese teuflische Frauenzimmer? Richtig, indem man ihnen die Zähne zieht und sie per Ehegelübde an einen Mann fesselt. Können hier ja keine freien Frauen rumrennen haben, nicht wahr? Der erneute Einzug in die Hungerspiele und Peetas damit verknüpfte Behauptung, Katniss sei schwanger, vollendet diese Narration: Katniss ist für die Inszenierung vollkommen in der klassischen Frauenrolle gefangen worden.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #6

Schönheitsdiskurs

Ich glaube es sind Elemente wie diese, die so eklig nahe an der Realität sind, wenn auch satirisch verzerrt, die die Tribute von Panem als Diegese so wunderbar funktionieren lassen. Passend zum Thema der Inszenierung und Mediengesellschaft wird sobald das Kapitol ins Spiel kommt ein großer Fokus auf Kleidung und Make-Up und Körper gelegt.

Die Tribute von Panem - Zwischenbetrachtung Band 1

Feministisches Potenzial und weibliche Erlöserinnennarration

Der erste Band der Tribute von Panem zeigt viel Potenzial, was eine feministische Lesart angeht. Ob das Potenzial erkannt und ausgeschöpft wird, wird sich jedoch erst nach der Lektüre der anderen beiden Bände zeigen.

Das Setting funktioniert auf jeden Fall als eine Problematisierung von Unterdrückung im Allgemeinen und einer patriarchalen Gesellschaft im Speziellen.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #4

Die religiöse Metapher

Die religiöse. fucking. Metapher.

Okay, Hunger Games ist der endgültige Beweis dafür, dass ich durchaus noch in der Lage bin, Medieninhalte zu rezipieren, ohne sie zu analysieren. Wie zum Teufel konnte mir das bisher entgehen? Wenn ihr genauso auf dem Schlauch steht wie ich bis eben, lasst mich euch helfen:

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #3

Überleben durch Erwartungserfüllung -- die patriarchale Metapher

Lesen ist an sich immer schon eine Metapher, denn das Wort selbst kommt aus der Landwirtschaft, dem Weinbau, um genau zu sein. Ähnlich wie bei der Weinlese, so die Argumentation, bewegt ein Leser sich durch die Reihen von Wörtern und sammelt Bedeutung so wie der Winzer Trauben sammelt. Und spätestens seit Foucault ist uns Analytikerinnen ja herzlich egal, ob die Autorin die Bedeutungen da auch wirklich hingepflanzt hat. Wir lesen, was wir lesen. Manches davon ist Wildwuchs.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #2

Frau-Frau-Beziehungen

​Eines der wichtigsten Elemente in einer feministischen Analyse sind für mich nicht Mann-Frau-Beziehungen, sondern Frau-Frau-Beziehungen. In Frau-Frau-Beziehungen offenbart sich nämlich häufig der verinnerlichte Sexismus von Autorinnen und fast immer der von Autoren.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #1

Ich werde die Artikel zu "Tribute von Panem" dann schreiben, wenn mir etwas aufgefallen ist. Falls die Situation später in der Geschichte neu konnotiert oder dekonstruiert wird, werde ich das in einem späteren Artikel mit Verlinkung zu dem alten besprechen. Ich möchte damit möglichst viel und möglichst transparent zeigen, wie meine Einschätzungen zustande kommen.

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