Hunger Games

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Die Tribute von Panem - Feminist Reading #9

Mediale Gewalt

Wenn die Tribute von Panem eine Idee gut rüber bringen, ist es die, dass das, was die Medien uns glauben machen wollen, nicht die Realität ist. Was das angeht, habe ich allerdings das Gefühl, dass die Geschichte, je näher sie ans Ende rückt, immer mehr selbst persifliert.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #8

Die USA züchtet eine merkwürdig konservative Denkkultur, die sich auch in alternativen und dystopischen Werken der Fiktion wiederfinden lassen, egal wie gut es die Autorin gemeint hat.

Ob das der Fall ist, lässt sich mit einfachen Kriterien feststellen:

  1. Geschlechterbild
  2. Familienbild
  3. allgemeines Menschenbild
  4. Umgang mit Tieren
  5. Umgang mit natürlichen Ressourcen

Da das Feminist Reading die Geschlechterbilder hier bis zum Erbrechen analysiert, will ich Familien- und Menschenbild in den Hunger Games mal näher betrachten, vielleicht verdienen die letzten beiden Punkte auch noch ein paar Worte zum Schluss.

Die Tribute von Panem - Zwischenbetrachtung Band 2

Im zweiten Band wird Katniss für ihren Akt der Rebellion, den sie in dem Moment nicht als solchen wahrgenommen hat, vom Oberpatriarchen, nämlich President Snow, gegeißelt. Und wie geißelt man diese Weibsbilder, diese teuflische Frauenzimmer? Richtig, indem man ihnen die Zähne zieht und sie per Ehegelübde an einen Mann fesselt. Können hier ja keine freien Frauen rumrennen haben, nicht wahr? Der erneute Einzug in die Hungerspiele und Peetas damit verknüpfte Behauptung, Katniss sei schwanger, vollendet diese Narration: Katniss ist für die Inszenierung vollkommen in der klassischen Frauenrolle gefangen worden.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #6

Schönheitsdiskurs

Ich glaube es sind Elemente wie diese, die so eklig nahe an der Realität sind, wenn auch satirisch verzerrt, die die Tribute von Panem als Diegese so wunderbar funktionieren lassen. Passend zum Thema der Inszenierung und Mediengesellschaft wird sobald das Kapitol ins Spiel kommt ein großer Fokus auf Kleidung und Make-Up und Körper gelegt.

Die Tribute von Panem - Zwischenbetrachtung Band 1

Feministisches Potenzial und weibliche Erlöserinnennarration

Der erste Band der Tribute von Panem zeigt viel Potenzial, was eine feministische Lesart angeht. Ob das Potenzial erkannt und ausgeschöpft wird, wird sich jedoch erst nach der Lektüre der anderen beiden Bände zeigen.

Das Setting funktioniert auf jeden Fall als eine Problematisierung von Unterdrückung im Allgemeinen und einer patriarchalen Gesellschaft im Speziellen.

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #4

Die religiöse Metapher

Die religiöse. fucking. Metapher.

Okay, Hunger Games ist der endgültige Beweis dafür, dass ich durchaus noch in der Lage bin, Medieninhalte zu rezipieren, ohne sie zu analysieren. Wie zum Teufel konnte mir das bisher entgehen? Wenn ihr genauso auf dem Schlauch steht wie ich bis eben, lasst mich euch helfen:

Die Tribute von Panem - Feminist Reading #3

Überleben durch Erwartungserfüllung -- die patriarchale Metapher

Lesen ist an sich immer schon eine Metapher, denn das Wort selbst kommt aus der Landwirtschaft, dem Weinbau, um genau zu sein. Ähnlich wie bei der Weinlese, so die Argumentation, bewegt ein Leser sich durch die Reihen von Wörtern und sammelt Bedeutung so wie der Winzer Trauben sammelt. Und spätestens seit Foucault ist uns Analytikerinnen ja herzlich egal, ob die Autorin die Bedeutungen da auch wirklich hingepflanzt hat. Wir lesen, was wir lesen. Manches davon ist Wildwuchs.

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